In den Fünzigerjahren lebt der Fischer Mario auf der kleinen sizilianischen Insel Salina. Er ist unbeholfen und schüchtern, bei den Frauen im Dorf hat er einen schweren Stand.
Salina ist zu dieser Zeit ein verarmtes Eiland, das dem aus Chile vertriebenen Pablo Neruda zur zweiten Heimat wird. Der Dichter pflegt im italienischen Exil eine lebhafte Korrespondenz und bittet Mario darum, sein privater Postbote zu werden.
Christian Eschenbach hat in seinem Leben schon einiges in den Sand gesetzt, darunter auch ein gut gehendes Softwareunternehmen. Er ging bankrott, weil er seinen aufgeblasenen Kompagnon nicht ausstehen konnte und ihm dies eines Tages direkt ins Gesicht sagte.
Nach dem Konkurs landete Eschenbach hart auf dem Boden. Sein Berliner Loft mit all seinen Annehmlichkeiten gab er zwangweise auf. Vorbei, die glücklichen Zeiten, als er von seiner Dachterrasse in den Zoo blickte.
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Hartmut Hainbach ist Ende fünfzig und Professor für Philosophie in Bonn. Seine Ehefrau Maria geht neuerdings eigene Wege, in Berlin assistiert sie dem skandalumwitterten Theaterregisseur Merlinger. Das Ehepaar führt eine Wochenendehe und bei den kurzen Begegnungen fliegen immer häufiger die Fetzen.
Ihre Liebe begann vor zwanzig Jahren in der Studentenszene Berlins. Nach Abschluss des Studiums folgte Maria ihrem Mann nach Bonn, verzichtete auf eine eigene Karriere und langweilte sich fortan in der Provinz.
Fünf Länder, fünf Geschichten. Freundschaften, die an einem Wendepunkt stehen. Liebende, die sich finden oder verlassen. Einsame, die sich unter Menschenmassen verlieren.
Im Mittelpunkt dieses Films stehen junge Menschen um die dreißig, die an sehr verschiedene Orte reisen. Sie besuchen die beste Freundin, einen ehemaligen Geliebten, sie treffen alte Freunde und lernen Fremde kennen.
Ellen (Maria Simon) und Felix (August Diehl) durchqueren die USA, von Ost nach West.
Der smarte Jonathan Pine ist der diskrete und stets hilfsbereite Nachtmanager eines Kairoers Luxushotels. Während draußen vor der Tür der Arabische Frühling tobt, lässt sich Pine mit Sophie, der Geliebten des steinreichen Hotelbesitzers Hamid ein. Sophie übergibt Pine Geheimdokumente über Waffengeschäfte, die den britischen Geschäftsmann Richard Onslow Roper belasten.
Roper pflegt ein Image als selbstloser Philanthrop, der einen Teil seines Vermögens für humanitäre Zwecke einsetzt.
Tokio im Jahr 1984: Aomame ist Anfang dreißig, durchtrainiert und Männer finden sie attraktiv. Obwohl sie nicht lächeln kann und ihr Brüste klein und noch dazu unterschiedlich groß sind. Aomame hat keine engen Freunde, arbeitet als Fitnesstrainerin und lebt in einer spartanischen Wohnung, der einzig ein Gummibaum etwas Leben einhaucht.
In ihrer Freizeit geht Aomame einer gefährlichen Nebenbeschäftigung nach. Sie tötet Männer, die sich an Frauen und Mädchen vergangen haben.
Im Tal der Eismacher bei Cortina d’Ampezzo wachsen zwei Brüder auf, deren Lebensweg vorgezeichnet scheint und von denen beide auf ganz unterschiedliche Weise mit den Traditionen ihrer Familie brechen.
Giovanni und Luca entstammen der Familie Talamini, die sich seit fünf Generationen der Handwerkskunst der Eismacherei verschrieben hat. Im Frühjahr siedelt die Familie stets nach Rotterdam über, wo sie den Sommer über ein gut gehendes Eiscafé betreibt.